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Der "Boder's Franz" is "Neunzg" "Zum Geburtstag viel Glück" Bürgermeisterin Ilse Dölle kam singend zum gratulieren



Eckental

Der in Eckental und weit darüber hinaus als "Boder's Franz" bekannte Eschenauer Mundartdichter und Heimatschriftsteller Franz Fink feierte bei guter Gesundheit und bekannter geistiger Frische im Kreise seiner Familie und vielen Gästen aus der Nachbarschaft und dem ganzen Ort seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar blickt wie er sagte "auf ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen zurück". Er wurde 1928 in Eschenau geboren und wuchs zusammen mit der großen Schwester Anna auf. Die Schulzeit verbrachte er in der Volksschule in Eschenau. Dann absolvierte er eine Kaufmannslehre in Nürnberg. Es folgte die Einberufung zum Arbeitsdienst nach Budweis in Böhmen. Der Einberufung zur SS im Februar 1945 entging er damals nur knapp, im letzten Moment durch eine Krankschreibung vom befreundeten Eschenauer Sanitätsrat Dr. Leich. Seit Ende 1945 arbeitete er fortan als Kaufmann, besuchte aber auch die Landwirtschaftsschule in Fürth. Mit Erfolg absolvierte er dann die Baumwartprüfung an der Staatlichen Lehranstalt in Veitshöchheim. In der Folge hat er das elterliche Geschäft mit Lebensmitteln, Sämereien und Spritzmitteln kontinuierlich ausgebaut. Vor 60 Jahren hat Franz Fink seine jetzt 85-jährige Frau Anna geb. Kupfer aus Etlaswind geheiratet, aus der Ehe gingen die Söhne Hans-Werner und Wolfgang hervor, die fünf Enkelkinder in die Familie brachten. In und für Eschenau und Umgebung war er auch Gemeinderatsmitglied und im Kreistag vertreten. Seit jeher war er immer musikalisch, so hat er in der damals bekannten Musikkapelle von Ernst Redwig gespielt und war nebenher auch lange Jahre aktiver Sänger im Gesangverein Liedertafel und im örtlichen Kirchenchor. Sein Lieblingsessen sind nach wie vor "Kniedla und Schweinebraten" wie er witzig meinte. Auf die Frage zu seinen Hoffnungen und Erwartungen meinte er, am wichtigsten ist die Gesundheit, dass er und seine Frau miteinander noch lange fit bleiben mögen. Sein größtes Hobby jedoch ist immer noch das Verfassen von Heimatgeschichten und das Schreiben von originellen fränkischen Mundartgedichten in Versform. Das macht er bisweilen sehr erfolgreich, so trat er in der Vorweihnachtszeit immer wieder mit seiner eigenen Weihnachtsgeschichte, bei verschiedensten Gelegenheiten in der ganzen Region, ja sogar im Dehnberger Hoftheater auf. Eschenau, sein Geburtsort in dem er so viel erlebt hat, hat ihn als Schriftsteller geprägt, sagt er. Er ist bekannt als ein guter Unterhalter und Geschichtenerzähler mit vielen Anekdoten, auch aus seiner Jugendzeit. Beim Publikum kommen seine meist selbst erlebten humorvollen, authentischen Erzählungen in Prosaform, die meist zum Lachen sind, sehr gut an. Als "einheimischer Hauptdarsteller" bringt er "typisch Eschenauerisch" in waschechtem "Eschenauerischen Dialekt" Kindheitserinnerungen über "Schlüsslbluma, Veilcherla und Schloudfecherla" aber auch andere Geschehnisse vergnüglich, oder auch nur als Gedankensplitter unter "nerdassis sooch". Mit seinem ureigenen fränkischen Humor und seiner Dichtkunst begeistert er immer noch seine Zuhörer. Seitens der Lesungsbesucher kommt dann schon mal eine trockene fränkische Belobigung wie "Olber schäi wors". So ist er hochgeschätzt und bereichert bis heute seit Jahrzehnten das Kulturleben in und weit über Eckental hinaus.

Georg Heck


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