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Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber im Gespräch mit der LIBOS-Initiative zum Ostast der Stadt-Umland-Bahn



Am Mittwochnachmittag, 24. Juli 2019, war Bayerns Umweltminister
Thorsten Glauber zu Besuch in der Verwaltungsgemeinschaft
Uttenreuth. Beim landkreisübergreifenden interkommunalen
Bündnis für den Ostast der Stadt-Umland-Bahn,
der Initiative LIBOS, informierte sich der örtliche Stimmkreisabgeordnete/
Abgeordnete und Bayerische Umweltminister
Thorsten Glauber über die anvisierte Streckenverlängerung
der Stadt-Umland-Bahn in den Erlanger Osten.

Aktuell läuft das Raumordnungsverfahren für den Linienverlauf
der Stadt-Umland-Bahn (StUB) zwischen Nürnberg, Erlangen und
Herzogenaurach. Parallel hierzu setzt sich das landkreisübergreifende
interkommunale Bündnis für den Ostast der StUB (kurz: LIBOS)
für die Erweiterung des geplanten Straßenbahnnetzes in
den Erlanger Osten ein. "Die Einwohnerzahlen in den Gemeinden
um Erlangen steigen stetig an und folglich auch die verkehrlichen
Belastungen. Aus diesem Grund finde ich es wichtig, dass sich
die zuständigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für eine
leistungsfähige, umweltfreundliche und zukunftsorientierte Nahverkehrslösung
engagieren. Ein gut ausgebauter ÖPNV leistet einen
wertvollen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz", betont der
örtliche Stimmkreisabgeordnete/Abgeordnete und Bayerische Umweltminister
Thorsten Glauber. Er war auf Einladung der LIBOS-Initiative
nach Uttenreuth gekommen, um sich über den aktuellen Sachstand
des Projekts zu informieren.

Einsatz für den StUB-Ostast lohnt sich
Insgesamt 14 Gemeinden aus den Landkreisen Erlangen-
Höchstadt und Forchheim sowie die Stadt Erlangen schlossen
sich im April 2018 zusammen, um den Ostast der Stadt-Umland-
Bahn erneut untersuchen zu lassen. Auf Basis der beiden Bürgerentscheide
zur Stadt-Umland-Bahn, im Landkreis Erlangen-
Höchstadt im Jahr 2015 und in Erlangen im Jahr 2016, wurde bis-
lang nur der Streckenabschnitt Nürnberg - Erlangen - Herzogenaurach
weiter geplant. Die LIBOS-Initiative fordert eine zusätzliche
StUB-Strecke von Erlangen in Richtung Osten über
Neunkirchen bis nach Eschenau mit dortiger Anbindung an die
Gräfenbergbahn. "Seit der Nutzen-Kosten-Untersuchung aus dem
Jahr 2012 haben sich mit Blick auf die Prognosen der Bevölkerungs-
und Pendlerzahlen Veränderungen ergeben. Nach einer
ersten gutachterlichen Einschätzung überwiegen auch beim Ostast
die positiven Entwicklungen. Aus diesem Grund soll eine neue
Nutzen-Kosten-Untersuchung in Auftrag gegeben werden. Dies
bedarf einer Abstimmung mit den Untersuchungen für den abschließenden
Zuwendungsantrag für die Stadt-Umland-Bahn", erläutert
der Sprecher der LIBOS-Initiative, Buckenhofs Bürgermeister
Georg Förster.

Die Planungen des Zweckverbands gehen weiter

Neben den aktuellen Entwicklungen zum Ostast berichtete der
Zweckverband Stadt-Umland-Bahn über die in den vergangenen
zwei Jahren erarbeiteten Planungsergebnisse zur Stadt-Umland-
Bahn für den Abschnitt Nürnberg - Erlangen - Herzogenaurach.
Unter der aktiven Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie
Verbände und Organisationen wurden insgesamt 100 mögliche
Linienführungen in einem mehrstufigen Verfahren seitens der beauftragten
Ingenieurbüros intensiv untersucht und bewertet. "Mit
der aus planerischer Sicht aussichtsreichsten Linienführung für
die Strecke der StUB von Nürnberg über Erlangen nach Herzogenaurach
sind wir in das Raumordnungsverfahren gestartet. Die
Regierung von Mittelfranken prüft nun noch einmal kritisch alle
vorgelegten Untersuchungsergebnisse. Nach Erhalt der landesplanerischen
Beurteilung werden wir Anfang 2020 mit den detaillierten
Planungen beginnen. Wir hoffen, dass parallel dazu die
Gemeinden den Ostast weiterverfolgen können", wünscht sich Dr.
German Hacker, Verbandsvorsitzender des Zweckverbands
Stadt-Umland-Bahn und Erster Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach.


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